Mailchimp vs Beefree: Lohnt ein zweites Abo für den Builder?
Von Mara Levin · Aktualisiert am 7. Oktober 2026 · Preise und Anbieterseiten an diesem Tag geprüft
Streng genommen konkurrieren die beiden nicht. Mailchimp ist eine Versandplattform mit eingebautem Editor und beginnt bei 13 $ (Essentials) beziehungsweise 20 $ (Standard) im Monat. Beefree, inzwischen als RGE Studio unterwegs, ist reines Gestaltungswerkzeug für 0 $, 30 $ oder 160 $ und schiebt fertige E-Mails in Systeme wie Mailchimp. Die eigentliche Frage lautet, ob das zweite Abo neben dem ersten seinen Platz verdient.
Die kurze Antwort
Bauen ein bis zwei Personen die Mailings und genügt Ihnen der Editor von Mailchimp, bleiben Sie in Mailchimp: Bei kleinen Listen würde der Builder mehr kosten als der Versender. Beefree kommt dazu, sobald mehrere Leute gemeinsam an E-Mails arbeiten, Freigaben und gesperrte Markenbausteine nötig sind oder die Vorlagen eines Tages zu einem anderen Absender wandern sollen. Planen Sie in dem Fall mit Mailchimp Standard statt Essentials, denn nur Standard und höher versenden selbst geschriebene Vorlagen.
Welcher Tarif enthält was
| Tarif | Preis (ab) | Laut Preisseite |
|---|---|---|
| Mailchimp Free | 0 $ | 1 Platz, 1 Zielgruppe, bis 250 Kontakte, 500 Sendungen im Monat und 250 pro Tag |
| Mailchimp Essentials | 13 $ im Monat | 3 Plätze; Versand bis zum 10-Fachen der Kontaktzahl; Automationen bis 4 Schritte; Code-Vorlagen lassen sich anlegen, fürs Senden ist ein Upgrade nötig |
| Mailchimp Standard | 20 $ im Monat | 5 Plätze; Versand bis zum 12-Fachen der Kontakte; bis zu 200 Abläufe; Code-Vorlagen anlegen und senden |
| Mailchimp Premium | 350 $ im Monat | Unbegrenzte Nutzer; Versand bis zum 15-Fachen der Kontakte; Telefon- und Prioritäts-Support |
| Beefree Starter | 0 $ | Bis zu 10 Designs, 6 Exporte im Monat, Landingpage-Builder |
| Beefree Professional | 30 $ im Monat, bei Jahreszahlung 25 $ | Unbegrenzte Ordner und wiederverwendbare Blöcke, ein zusätzlicher Platz, KI-Schreibassistent |
| Beefree Business | 160 $ im Monat, bei Jahreszahlung 134 $ | Erweiterte Markenkontrolle, 2 Workspaces, Freigabe-Workflows, QA-Assistent |
Die Mailchimp-Preise sind die Einstiegswerte des Kontaktreglers (0 bis 500 Kontakte) auf mailchimp.com/pricing und steigen mit der Kontaktzahl. Die Beefree-Werte stammen von beefree.io/pricing. Beide Seiten wurden am 7. Oktober 2026 gelesen.
Was das zweite Abo auf der Rechnung ausmacht
Mailchimp rechnet nach Kontakten ab, Beefree nach Tarifstufe. Deshalb ist der Builder bei einer kleinen Liste teuer und bei einer großen kaum spürbar. Gerechnet wird mit den Einstiegspreisen von Mailchimp Standard laut Kontaktregler und mit Beefree Professional zu 30 $ bei monatlicher Zahlung:
- 500 Kontakte: Standard 20 $ plus Beefree 30 $ ergibt 50 $ im Monat; der Builder macht 60 % der Rechnung aus. Zahlen Sie Beefree jährlich (25 $), sind es 45 $.
- 3.000 Kontakte (Stufe 2.501 bis 5.000): Standard beginnt hier bei 100 $, das Paar kommt auf 130 $, der Builder trägt rund 23 %. Die Preisseite zeigt in dieser Stufe zusätzlich einen Einführungspreis von 50 $ für die ersten 12 Monate, womit das Paar im ersten Jahr bei 80 $ läge.
- 8.000 Kontakte (5.001 bis 10.000): Standard ab 135 $, zusammen 165 $, Anteil des Builders etwa 18 %.
- 12.000 Kontakte (10.001 bis 15.000): Standard ab 230 $, zusammen 260 $, Anteil unter 12 %.
Umgekehrt gelesen: Wer Mailchimp ohnehin mit 230 $ im Monat bezahlt, rechtfertigt ein Gestaltungswerkzeug für 30 $ leicht, wenn es dem Team ein paar Stunden pro Woche erspart. Bei 20 $ Mailchimp-Rechnung fällt diese Begründung deutlich schwerer. Jährliche Zahlung drückt Beefree Professional auf 300 $ im Jahr statt 360 $, Business auf 1.608 $ statt 1.920 $.
Die Tarifhürde bei importiertem HTML
In Mailchimps Tariftabelle steht, wer eigenen Code versenden darf. Standard und Premium legen solche Vorlagen an und verschicken sie. Essentials legt sie nur an und verlangt zum Versenden ein Upgrade. Wer HTML aus einem externen Builder in Mailchimp einspielen will, entscheidet mit dieser Zeile über seine Stufe. Der Beefree-Export arbeitet anders: Die E-Mail wird laut deren Seite als neue Vorlage im Mailchimp-Konto gespeichert, ohne dass die Seite den Vorlagentyp nennt. Machen Sie den ersten Export deshalb zum Test, öffnen Sie ihn in Mailchimp und senden Sie eine Nachricht an sich selbst, bevor Sie einen der beiden Tarife wegen dieser Funktion buchen.
Der Sprung von Essentials auf Standard kostet am untersten Kontaktband 7 $, von Standard auf Premium 330 $. Wer also nur den Codeversand freischalten will, zahlt wenig; wer mehr als fünf Plätze braucht, landet bei Premium und damit in einer anderen Preisklasse.
Plätze, Sendekontingent und Zuständigkeiten
Mailchimp zählt 3 Plätze bei Essentials, 5 bei Standard und unbegrenzt bei Premium. Beefree Professional bringt einen zweiten Platz mit, Business ergänzt Workspaces und Freigaben. Ein Team mit sechs Redakteuren, von denen nur zwei jemals Mailchimp öffnen müssen, spricht deshalb für die Gestaltung außerhalb des ESP: Prüfende arbeiten im Builder, Mailchimp-Plätze brauchen nur die, die tatsächlich versenden. Dasselbe Argument führt Beefree in seinen FAQ für große Plattformen an, auf denen jeder zusätzliche Platz für reine Mitleser ins Geld geht.
Das Sendekontingent spielt bei kleinen Listen selten eine Rolle. Standard erlaubt bis zum 12-Fachen der Kontaktzahl, bei 500 Kontakten also 6.000 E-Mails im Monat, Essentials das 10-Fache. Ein wöchentlicher Newsletter an 500 Personen bringt es auf rund 2.000 Sendungen.
Personalisierung: was der Builder nicht live zeigt
Gestalten Sie außerhalb des ESP, zeigt der Builder dynamische Inhalte aus Mailchimp nicht in Echtzeit an; so steht es in Beefrees FAQ. Unterstützt werden Merge-Tags, Anzeigebedingungen und Codeblöcke, aufgelöst wird die Personalisierung erst, wenn die E-Mail im ESP liegt. Prüfen Sie daher vor jedem Versand eine Vorschau mit echten Platzhaltern und führen Sie eine kurze Liste der Tags, die Ihre Empfänger tatsächlich sehen. Wie Sie das Rendering sonst absichern, beschreibt der Leitfaden zur Client-Kompatibilität.
Beide Gratis-Tarife als Dauerlösung?
Eine Liste mit 250 Kontakten und gelegentlichen Mailings lässt sich mit Mailchimp Free und Beefree Starter betreiben. Die Grenzen sind eng: 500 Sendungen im Monat bei Mailchimp, 6 Exporte bei Beefree. Wer zweimal im Monat an die volle Liste schreibt, ist beim Versand am Limit und beim Export noch weit davon entfernt. Spätestens mit dem 251. Kontakt wird Mailchimp kostenpflichtig, und dann entscheidet der Tarifvergleich oben.
Mailchimps eigenen Editor behalten, wenn…
- eine oder zwei Personen die E-Mails bauen und die Liste unter einigen tausend Kontakten bleibt.
- Zielgruppen, Automationen, Berichte und Design unter einem Login und einer Rechnung laufen sollen.
- Sie auf Free oder Essentials sind und 30 $ zusätzlich nicht begründen können.
Beefree dazunehmen, wenn…
- mehrere Leute entwerfen, prüfen und freigeben, und Business mit 160 $ (134 $ bei Jahreszahlung) billiger ist als die Zeit, die in E-Mail-Ketten verloren geht.
- Ihre Vorlagen zwischen Versendern wechseln können müssen, etwa bei einem Umzug weg von Mailchimp. Beefree betont, dass Vorlagen dorthin mitgehen, wohin der Rest Ihres Stacks geht.
- Ihre Mailchimp-Rechnung schon dreistellig ist und der Builder nur noch einen kleinen Prozentsatz darstellt.
Nicht bestätigt
Mailchimps Preise für Essentials oberhalb von 500 Kontakten ließen sich auf der Preisseite nicht zuverlässig ablesen, deshalb rechnet dieser Vergleich nur mit Standard. Und welchen Vorlagentyp der Beefree-Export in Mailchimp erzeugt, nennt weder die Integrationsseite noch die Preisseite; das bleibt Ihrem Test überlassen.
Wenn Sie Mailchimp später verlassen
Designs, die in Beefree liegen, lassen sich über einen anderen Konnektor weiterreichen. Was nur im Mailchimp-Editor entstand, müssen Sie neu aufbauen oder von Hand herauskopieren. Diese Mitnehmbarkeit ist das stärkste Argument für das Paar, das nicht vom Preis kommt. Welcher Builder in Frage kommt, wenn Sie noch wählen, vergleicht Stripo vs BEE Free; Preise rund um Stripo zeigt Topol vs Stripo, und eine Orientierung über Werkzeugtypen gibt der Leitfaden zur Toolwahl.
Häufige Fragen
Lässt sich Beefree mit Mailchimp verbinden?
Ja. Auf der Integrationsseite von Beefree steht, dass Sie Ihr Mailchimp-Konto verknüpfen, Mailchimp als Exportziel wählen und die E-Mail binnen Sekunden als neue Vorlage in Ihrem Konto landet. Der Ein-Klick-Export gilt laut derselben Seite für alle Tarife von RGE Studio, so heißt Beefree inzwischen bei dem Anbieter. Öffnen Sie die Vorlage in Mailchimp und schicken Sie sich eine Testmail, bevor Sie sich darauf verlassen, dass die Platzhalter heil angekommen sind.
Welchen Mailchimp-Tarif brauche ich für selbst geschriebenes HTML?
Nach der Tariftabelle von Mailchimp können Standard und Premium Vorlagen mit eigenem Code anlegen und versenden, Essentials kann sie nur anlegen und braucht fürs Versenden ein Upgrade. Der günstigste Tarif, der fremdes HTML wirklich trägt, ist damit Standard ab 20 $ im Monat (Stufe 0 bis 500 Kontakte). Essentials kostet an derselben Stelle 13 $.
Lohnt sich Beefree zusätzlich zu Mailchimp?
Bei kleinen Listen meist nicht. In den FAQ von Beefree steht selbst, dass kleinen Teams mit gelegentlichem Versand oft schon das Werkzeug ihres ESP genügt. Interessant wird es, wenn mehrere Personen E-Mails bauen, wenn Freigaben und gesperrte Markenelemente zählen oder wenn Vorlagen später zu einem anderen Versender umziehen sollen. Bei 500 Kontakten kostet der Builder mit 30 $ mehr als der ganze Mailchimp-Tarif für 20 $, bei 12.000 Kontakten ist er ein kleiner Posten.
Reichen mir beide Gratis-Tarife?
Für eine winzige Hobbyliste ja. Mailchimp Free erlaubt eine Zielgruppe mit bis zu 250 Kontakten und 500 Sendungen im Monat (maximal 250 pro Tag), Beefree Starter bis zu 10 Designs und 6 Exporte im Monat. Zwei Kampagnen an 250 Personen schöpfen das gesamte Sendekontingent von Mailchimp aus. Das Gratis-Duo taugt also nur für kleine Listen mit seltenem Versand.