Sequenzy vs. Unlayer: Komplette Plattform vs. Einbettbarer Editor

Eine Plattform, die Ihre E-Mails versendet, oder ein Editor, den Sie in Ihr eigenes Produkt einbauen. Die Wahl hängt davon ab, wer die E-Mails gestaltet und wer sie verschickt.

Wenn Ihr Team eigene Kunden-E-Mails schreibt, versendet und automatisiert, ist Sequenzy die naheliegende Wahl. Der Tarif richtet sich nach der Zahl der versendeten E-Mails pro Monat, nicht nach der Kontaktzahl, und der Einstieg liegt bei 19 $ pro Monat für 15.000 E-Mails. Wenn dagegen Ihre eigenen Nutzer innerhalb Ihrer Software E-Mails gestalten sollen, ist Unlayer der passende Kandidat. Der Editor wird in Ihre Anwendung eingebettet, und die kostenpflichtigen Stufen beginnen laut Preisseite bei 250 $ pro Monat. Versand und Empfängerverwaltung übernimmt Unlayer dabei nicht.

Schneller Vergleich

Merkmal Sequenzy Unlayer
Produktart E-Mail-Plattform mit Versand und Automatisierung Einbettbarer E-Mail-Editor
Wer nutzt es? Ihr Team, für Ihre eigenen Kunden-E-Mails Ihre Nutzer, innerhalb Ihrer Anwendung
Einstiegspreis 19 $ pro Monat (Tarif 15k/Monat, monatliche Abrechnung) 250 $ pro Monat (Einstiegsstufe, monatliche Abrechnung)
Kostenloser Tarif Ja, 2.500 E-Mails pro Monat Ja, Limits auf der Preisseite
Versand Enthalten Nicht Teil des Editors
Automatisierung Ja, auch ereignisgesteuert Nicht Teil des Produkts
Hauptbeschränkung Für Ihre eigene Kommunikation gebaut, nicht als Editor für Ihre Nutzer Ohne eigenen Versand, Speicherung und Vorlagenverwaltung

Übersicht: Zwei verschiedene Aufgaben

Der Vergleich wird unscharf, wenn man beide Produkte als Konkurrenten behandelt. Sequenzy beantwortet die Frage, wie Sie E-Mails an Ihre eigenen Kunden schreiben, versenden und automatisieren. Unlayer beantwortet eine andere Frage: Wie stellen Sie Ihren Nutzern einen E-Mail-Editor zur Verfügung, den sie in Ihrer Software bedienen können?

Daraus folgt eine einfache Prüfung. Wenn Sie selbst als Absender auftreten, also Newsletter, Onboarding-Strecken, Rechnungsmails oder Produktankündigungen verschicken, brauchen Sie einen Ort, an dem Inhalte entstehen, Empfänger verwaltet werden und Nachrichten hinausgehen. Wenn Ihre Nutzer selbst Mails bauen, etwa in einem CRM, einem Shop-Backend oder einem Newsletter-Werkzeug, brauchen Sie einen Editor, der sich in Ihre Oberfläche einfügt. Beides kann im selben Unternehmen vorkommen, im selben Produkt ist es selten sinnvoll.

Sequenzy: Stärken für Teams, die selbst senden

Sequenzy richtet sich an Teams, die mit Kunden per E-Mail kommunizieren und die Plattform selbst bedienen. Der Anbieter beschreibt transaktionale und Marketing-E-Mails als Teil eines Systems, mit einer API und einem gemeinsamen Dashboard. Für SaaS-Teams ist vor allem die Anbindung an Zahlungsdienste relevant: Laut Anbieter lassen sich Stripe, Paddle und Lemon Squeezy anbinden, außerdem Polar, Creem und Dodo Payments.

Ein konkretes Beispiel aus der Dokumentation: Das Ereignis saas.payment_failed enthält einen Link auf eine gehostete Rechnungsseite (hostedInvoiceUrl), auf der der Kunde zahlen oder seine Karte aktualisieren kann. Sie können daraus einen Ablauf bauen, der bei diesem Ereignis eine Erinnerung verschickt. Welche Wirkung das auf Ihre Zahlungen hat, lässt sich nur in Ihrem eigenen Test messen. Entsprechende Zahlen nennt dieser Vergleich bewusst nicht.

Weitere Bausteine laut Anbieter sind ein visueller Automatisierungs-Builder, die Zuordnung von Umsatz und das Verfolgen von Zielen, KI-gestützte Entwürfe für E-Mail-Sequenzen sowie API-, MCP- und CLI-Zugriff. Kontakte und Sending-Domains sind auf allen Tarifen unbegrenzt. Ein SMS- und MMS-Zusatz ist gegen Aufpreis verfügbar.

Wo Sequenzy an Grenzen stößt: Die Plattform ist für Ihre eigene Kommunikation gebaut. Wenn Ihre Nutzer innerhalb Ihrer Anwendung E-Mails gestalten sollen, ist Sequenzy nicht die Komponente, die Sie dafür einbetten würden. Außerdem wird nach versendeten E-Mails abgerechnet. Wer viele Mails an kleine Listen schickt oder häufig Testmails verschickt, sollte das Monatsvolumen genau kalkulieren, bevor er einen Tarif wählt.

Tarife und Preise finden Sie auf der Preisseite von Sequenzy.

Unlayer: Stärken für Produktteams, die einen Editor einbetten

Unlayer ist ein E-Mail-Editor, den Sie in Ihre eigene Anwendung einbauen. Ihre Nutzer gestalten damit Mails, und Ihr Code übernimmt Speicherung, Versand und alles danach. Der Vorteil liegt in der Kontrolle über die Oberfläche: Sie können das Erscheinungsbild anpassen, eigene Bausteine ergänzen und den Editor in bestehende Abläufe einbinden.

Ein typisches Szenario ist ein CRM oder ein Shop-Backend, in dem Kunden ihre Kampagnen selbst zusammenstellen. Der Editor liefert beim Export HTML, das Sie an Ihr Backend übergeben. Ab diesem Punkt liegen Verantwortung und Aufwand bei Ihrem Team: Vorlagen speichern, Versand anbinden, Zustellung und Abmeldungen organisieren.

import React, { useRef } from 'react';
import EmailEditor from 'react-email-editor';

function MyEmailBuilder() {
  const editorRef = useRef(null);

  const exportHtml = () => {
    editorRef.current.editor.exportHtml((data) => {
      const { html } = data;
      // Send HTML to your backend
    });
  };

  return (
    <div>
      <EmailEditor ref={editorRef} />
      <button onClick={exportHtml}>Export</button>
    </div>
  );
}

Wo Unlayer an Grenzen stößt: Der Editor ist nur ein Baustein. Sie brauchen weiterhin eine Versandinfrastruktur, eine dokumentierte Einwilligung der Empfänger, eine Lösung für Zustellbarkeit und Abmeldungen sowie eine Ablage für Vorlagen. Die Preisseite führt kostenpflichtige Stufen, die sich nicht an einer Versandmenge orientieren, sondern an Leistungsumfang wie der Bandbreite und den Credit-Zusatzoptionen.

Der kostenlose Tarif eignet sich zum Ausprobieren und für die Entwicklung. Die Limits des kostenlosen Tarifs stehen auf der Preisseite von Unlayer und sollten vor einem produktiven Einsatz dort geprüft werden.

Kosten bei realistischen Versandmengen

Die Preisangaben stammen von den offiziellen Preisseiten beider Anbieter, Stand 7. Oktober 2026. Sequenzy rechnet nach versendeten E-Mails pro Monat, Unlayer nach Tarifstufen. Eine direkte Gleichung gibt es deshalb nicht. Die Tabelle zeigt, was jede Option für typische Größenordnungen kostet, und rechnet die Jahresbeträge aus den Preisangaben nach.

Option Monatlich Jährlich Hinweis
Sequenzy Free, 2.500 E-Mails pro Monat 0 $ 0 $ Kontakte und Sending-Domains unbegrenzt
Sequenzy 15k/Monat, 15.000 E-Mails 19 $ 205 $ Jahresabrechnung spart 23 $ (12 × 19 $ = 228 $)
Sequenzy 30k/Monat, 30.000 E-Mails 29 $ 313 $ Jahresabrechnung spart 35 $ (12 × 29 $ = 348 $)
Sequenzy 60k/Monat, 60.000 E-Mails 49 $ 529 $ Jahresabrechnung spart 59 $ (12 × 49 $ = 588 $)
Sequenzy 120k/Monat, 120.000 E-Mails 99 $ 1.069 $ Jahresabrechnung spart 119 $ (12 × 99 $ = 1.188 $)
Unlayer Einstiegsstufe 250 $ 3.000 $ Enthält 1 TB Bandwidth; Monatspreis bei Jahresabrechnung unverändert (12 × 250 $)
Unlayer mittlere Stufe 750 $ 9.000 $ Enthält 1 TB Bandwidth (12 × 750 $)
Unlayer höchste Stufe 2.000 $ 24.000 $ Mit allen Credit-Zusatzoptionen (12 × 2.000 $)

Lesen Sie die Tabelle mit Blick auf Ihren Fall. Ein Team, das 15.000 Mails im Monat verschickt und einen Editor in der eigenen Software braucht, zahlt bei Sequenzy 19 $ und bei Unlayer mindestens 250 $ für den Editor, zuzüglich eines Versanddienstes. Ein Team, das nur Kunden-E-Mails verschickt, kommt mit Sequenzy aus, ohne einen zweiten Dienst zu bezahlen. Ein Team, dessen Nutzer Mails bauen sollen, hat mit Unlayer einen Kostenblock, der mit dem Versand nichts zu tun hat.

Für eine ehrliche Gesamtrechnung bepreisen Sie den ganzen Stack: Editor, Versand, Zustellbarkeit, Vorlagenpflege und die Entwicklungszeit für die Integration. Die Entwicklungszeit ist bei einem eingebetteten Editor der größte unbekannte Posten, weil Speicherung, Rechte und Vorlagen Ihr eigenes Backend betreffen.

Entscheidungshilfe

Die folgende Tabelle zeigt, welches Tool zu welcher Ausgangslage passt und warum.

Wenn Sie ... dann passt ... weil ...
Newsletter, Onboarding-Mails und Rechnungsmails an Ihre Kunden schicken Sequenzy Versand, Automatisierung und Zahlungsereignisse liegen in einer Plattform.
Eine Software bauen, in der Ihre Nutzer selbst E-Mails gestalten Unlayer Der Editor ist für die Einbettung in Ihre Oberfläche gedacht.
Nach Versandvolumen abgerechnet werden möchten Sequenzy Der Tarif richtet sich nach versendeten E-Mails pro Monat, Kontakte sind unbegrenzt.
Den Editor selbst steuern und den Versand separat lösen Unlayer, mit einem eigenen Versanddienst Sie behalten die Kontrolle über Oberfläche, Speicherung und Datenfluss.
Ein kleines Team ohne Entwicklungskapazität haben Sequenzy Die Einrichtung braucht Konfiguration statt Integrationsarbeit im eigenen Produkt.

Einrichtung und Workflow

Der Einstieg verläuft bei beiden Produkten unterschiedlich, und das hat Folgen für den Zeitplan. Die folgende Tabelle zeigt die Schritte, die Sie typischerweise einplanen sollten.

Schritt Sequenzy Unlayer
1. Konto und Absenderadresse Konto anlegen, Sending-Domain hinterlegen Konto anlegen, Projekt für den Editor anlegen
2. Datenquelle Zahlungsdienst anbinden oder eigene Ereignisse per API senden Editor in die eigene Oberfläche einbetten
3. Inhalte Sequenzen und Kampagnen im Builder anlegen, KI-Entwürfe als Ausgangspunkt nutzen Bausteine und Designs festlegen, die Ihre Nutzer verwenden dürfen
4. Speicherung und Versand Versand läuft über die Plattform Exportiertes HTML im eigenen Backend speichern und über Ihren Versanddienst senden
5. Prüfung Testläufe mit Ereignissen aus einer Testumgebung Exportierte Mails in mehreren Mail-Clients prüfen

Wer von einem bestehenden Versandtool zu Sequenzy wechselt, sollte Kontaktlisten und Abmeldungen vor dem Umzug exportieren und prüfen, damit keine abgemeldeten Empfänger in die neue Plattform übernommen werden. Wer Unlayer einbettet, sollte den Speicherort für exportiertes HTML und die Rechte für Vorlagen früh festlegen, denn daran hängt der größte Teil des Aufwands.

So entscheiden Sie zwischen beiden

Beginnen Sie mit einer Frage: Wer schreibt die E-Mails? Schreiben Ihre Mitarbeitenden sie für Ihre Kunden, sind Sie der Absender, und dann brauchen Sie eine Plattform mit Versand, Empfängerverwaltung und Automatisierung. Schreiben Ihre Kunden die E-Mails in Ihrer Software, brauchen Sie einen Editor. Wer beide Rollen hat, bewertet beide Teile getrennt.

Die zweite Frage betrifft die Abrechnung. Sequenzy zählt versendete E-Mails pro Monat. Wer viele Kontakte hat, die selten Post bekommen, erlebt andere Kosten als jemand mit wenigen Kontakten und hoher Sendefrequenz. Rechnen Sie mit der realistischen Versandmenge der nächsten sechs Monate und nicht mit der heutigen Listengröße.

Die dritte Frage ist die Entwicklungsarbeit. Ein eingebetteter Editor braucht Integration, Speicherung, Vorlagenverwaltung und Tests. Eine Plattform braucht vor allem Konfiguration und saubere Ereignisdaten aus Ihrem Abrechnungssystem.

Häufige Fehler bei der Auswahl

Ein verbreiteter Fehler ist, einen Editor für eine Versandplattform zu halten. Der Editor erzeugt HTML, er verschickt keine Kampagnen und verwaltet keine Empfänger. Wer das übersieht, plant den Versand am Ende doppelt oder gar nicht.

Ein zweiter Fehler ist der Preisvergleich über die Einstiegsstufen allein. Der Sequenzy-Einstieg von 19 $ gilt für 15.000 versendete E-Mails im Monat, die Unlayer-Einstiegsstufe kostet 250 $ pro Monat für einen anderen Leistungsumfang. Vergleichen Sie Gesamtkosten für denselben Anwendungsfall, nicht Listenpreise.

Der dritte Fehler sind Zusatzkosten. Bei Sequenzy kostet der SMS- und MMS-Zusatz extra. Bei Unlayer hängen Zusatzkosten an Credits und Zusatzoptionen. Lesen Sie die Preisseiten vollständig, bevor Sie rechnen.

Können Sie beide kombinieren?

Ja, das kommt vor. Ein Unternehmen kann Sequenzy für die eigenen Marketing- und Transaktionsmails nutzen und Unlayer zugleich in das Produkt einbetten, damit Kunden eigene Mails gestalten können. Beide Teile laufen dann getrennt: Der Editor erzeugt HTML, Ihr Backend speichert es, und die Plattform versendet Ihre eigenen Kampagnen. Der Aufwand steigt dadurch spürbar, deshalb lohnt sich die Kombination nur, wenn beide Anwendungsfälle wirklich bestehen.

Fazit

Wählen Sie Sequenzy, wenn Ihr Team E-Mails an die eigenen Kunden schreibt, versendet und automatisiert. Der Einstieg liegt bei 19 $ pro Monat für 15.000 versendete E-Mails, Kontakte sind unbegrenzt.

Wählen Sie Unlayer, wenn Ihre Nutzer in Ihrer Software selbst E-Mails gestalten sollen. Die kostenpflichtigen Stufen beginnen laut Preisseite bei 250 $ pro Monat, und Sie brauchen zusätzlich einen Versanddienst und eine eigene Speicherung für die Vorlagen.

Häufige Fragen

Ist Unlayer ein E-Mail-Versanddienst?

Nein. Unlayer stellt den Editor bereit, mit dem E-Mails gestaltet und als HTML exportiert werden. Den Versand und die Empfängerverwaltung müssen Sie mit einem separaten Dienst lösen.

Was kostet Sequenzy für 30.000 E-Mails im Monat?

Der Tarif 30k/Monat kostet laut Preisseite 29 $ pro Monat. Bei Jahresabrechnung liegt der Gesamtpreis bei 313 $, also 35 $ weniger als bei zwölf Monatszahlungen von 29 $ (348 $).

Gibt es bei Sequenzy einen kostenlosen Tarif?

Ja. Der kostenlose Tarif umfasst 2.500 E-Mails pro Monat. Kontakte und Sending-Domains sind auf allen Tarifen unbegrenzt.

Gibt es bei Unlayer einen kostenlosen Tarif?

Ja, laut Preisseite gibt es einen kostenlosen Tarif. Die genauen Limits stehen auf der Preisseite von Unlayer und sollten vor einem produktiven Einsatz dort geprüft werden.

Kann Sequenzy auf Zahlungsereignisse reagieren?

Laut Anbieterdokumentation ja. Das Ereignis saas.payment_failed enthält einen Link auf eine gehostete Rechnungsseite, auf der Kunden zahlen oder ihre Karte aktualisieren können. Wie sich das auf Ihre Zahlungen auswirkt, sollten Sie in einem Test mit Ihren eigenen Ereignissen prüfen.

Kann ich Unlayer in eine bestehende Anwendung einbauen, ohne sie neu aufzubauen?

Der Editor wird als Komponente eingebettet, zum Beispiel per React-Integration wie im Codebeispiel dieser Seite. Für Speicherung, Vorlagenverwaltung und Versand im eigenen Backend benötigen Sie zusätzliche Entwicklungsarbeit.

Wann lohnt sich eine Kombination aus beiden?

Wenn Sie eigene Kampagnen versenden und Ihren Kunden zugleich einen Editor in der Software anbieten möchten. Dann trennen Sie beide Aufgaben klar: Der Editor erzeugt Inhalte für Ihre Nutzer, die Plattform versendet Ihre eigenen Mails.

Welche Angaben sollte ich vor der Entscheidung prüfen?

Prüfen Sie Ihre realistische Versandmenge der nächsten sechs Monate, die Abrechnungslogik beider Anbieter, die Limits der kostenlosen Tarife und alle Zusatzkosten. Lesen Sie die Preisseiten von Sequenzy und Unlayer direkt, bevor Sie ein Budget festlegen.