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Postmark vs. SendGrid für HTML-E-Mails: Preise, Builder und Zustellung

Postmark oder SendGrid für HTML-E-Mails aus Builder-Workflows? Vergleich von Tarifen, Volumen, Nachrichtenströmen und Einrichtung mit MJML, React Email, Maizzle, Stripo, BEE und Unlayer.

Die kurze Antwort

Für HTML-E-Mails, die Sie in MJML, React Email, Maizzle, Stripo, BEE oder Unlayer gestaltet haben, ist Postmark die bessere Wahl, sobald Ihre Anwendung Transaktionsmails verschickt: Passwort-Resets, Rechnungen, Login-Codes und Sicherheitshinweise. Der Grund ist die Trennung der Nachrichtenströme. Ein Newsletter mit schwachen Öffnungsraten soll die Zustellung Ihrer Sicherheitsmails nicht ausbremsen. Der Tarif Basic kostet 15 $ pro Monat und gilt ab 10.000 E-Mails pro Monat.

Wenn Sie vor allem Kampagnen an eine Kontaktliste schicken und Transaktions- und Marketing-Versand bei einem Anbieter bündeln möchten, ist SendGrid der praktischere Startpunkt. Der Tarif Marketing Campaigns Free umfasst bis zu 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails pro Monat, ohne Kosten. Sobald Sie darüber hinausgehen, beginnt bei SendGrid der Tarif Basic ebenfalls bei 15 $ pro Monat.

Die Preise in diesem Artikel stammen von den Preisseiten der beiden Anbieter, geprüft am 7. Oktober 2026. Tarifwähler ändern sich, deshalb sollten Sie den passenden Tarif vor einem Abschluss noch einmal selbst prüfen. Welche Wahl für Sie stimmt, hängt von drei Dingen ab: welche Nachrichtentypen Sie versenden, wie viele E-Mails und Kontakte Sie im Monat haben und wie viel Verwaltungsaufwand Sie für zwei Systeme in Kauf nehmen.

Vergleich auf einen Blick

Die folgende Tabelle fasst zusammen, für wen sich jeder Dienst eignet, was der Einstieg kostet und wo die wichtigste Einschränkung liegt. Alle Preise gelten pro Monat in US-Dollar und setzen die Tarifstufe voraus, die im jeweiligen Tarifwähler für Ihr Volumen angezeigt wird.

Merkmal Postmark SendGrid
Am besten für Transaktionale HTML-E-Mails aus einer Anwendung, getrennt von Kampagnen Teams, die Transaktions- und Marketing-E-Mails bei einem Anbieter betreiben
Startpreis (bezahlt) Basic: 15 $ pro Monat für 10.000 E-Mails pro Monat Basic: 15 $ pro Monat (laut Tarifwähler bis 100.000 Kontakte und 300.000 E-Mails pro Monat)
Kostenloser Einstieg Free: 100 E-Mails pro Monat, ohne Mehrverbrauch Marketing Campaigns Free: bis 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails pro Monat; E-Mail-API-Testphase mit 100 E-Mails pro Tag für 60 Tage
Tarifmodell Gestaffelt nach monatlichem E-Mail-Volumen Gestaffelt nach Kontakten und E-Mail-Volumen, je nach Produktlinie
Wichtigste Einschränkung Keine vollwertige Marketing-Automatisierung; Kampagnen brauchen ein zweites Werkzeug Transaktions- und Marketing-Versand liegen in einer Plattform, die Trennung der Nachrichtentypen müssen Sie selbst organisieren
Preisseite postmarkapp.com/pricing twilio.com/en-us/products/email-api/pricing

Wie HTML-E-Mails aus einem Builder zum Versand kommen

Bevor Sie einen Anbieter wählen, lohnt sich ein Blick auf den Weg Ihrer E-Mail. Ein Builder erzeugt am Ende HTML und häufig auch eine Textfassung. Den Versand übernimmt der Dienst, an den Ihre Anwendung oder Ihr Editor die Nachricht übergibt, entweder per SMTP-Verbindung oder per HTTP-API. Der Versanddienst kümmert sich dann um Zustellung, Bounces, Abmeldungen und Statistik. Für die Wahl zählt deshalb weniger, welchen Editor Sie nutzen, sondern wie der Dienst mit Ihrem Versand umgeht und welche Nachrichten Sie darüber schicken.

Die Builder lassen sich grob in zwei Gruppen teilen. MJML, React Email und Maizzle sind code-first. Sie schreiben Komponenten oder Templates, und ein Build-Schritt erzeugt HTML, das in gängigen Mail-Clients möglichst einheitlich aussehen soll. Dieser Ansatz passt zu Entwicklerteams, die Templates versionieren, in Pull Requests prüfen und zusammen mit der Anwendung ausliefern. MJML übersetzt seine Markup-Tags beim Build in tabellenbasiertes HTML, React Email rendert React-Komponenten zu HTML, und Maizzle baut Templates mit Tailwind-Klassen auf.

Stripo, BEE und Unlayer sind visuelle Editoren. Marketing-Teams gestalten dort per Drag-and-drop, und der Editor liefert HTML zurück, das Sie in einen Versanddienst übertragen oder über eine Integration übergeben. Welche Anbindungen ein Editor direkt anbietet, ändert sich mit den Produktversionen. Prüfen Sie deshalb in der Dokumentation des Builders und des Versanddienstes, ob eine direkte Verbindung existiert oder ob Sie das HTML per API oder SMTP selbst übergeben.

Für beide Gruppen gilt dieselbe Regel. Prüfen Sie, ob der Versanddienst das HTML unverändert ausliefert, wie er Tracking-Links einfügt und ob er Ihre Absenderdomain sauber authentifiziert. Gerade bei visuellen Editoren entstehen Probleme oft nicht beim Gestalten, sondern beim Export: Bilder mit relativen Pfaden, Schriftarten, die nur im Editor funktionieren, oder Klassen, die ein Mail-Client entfernt. Ein Versand an mehrere Postfächer zeigt solche Fehler schneller als jede Theorie.

Postmark im Detail

Was Postmark für HTML-Templates gut macht

Postmark ist auf transaktionale E-Mails ausgerichtet, also auf Nachrichten, die durch eine Handlung in Ihrer Anwendung ausgelöst werden: Bestätigungslinks, Rechnungen, Benachrichtigungen und Passwort-Resets. Der wichtigste Baustein für HTML-Templates ist die Trennung der Nachrichtenströme, bei Postmark Message Streams genannt. Transaktionale und Broadcast-Nachrichten laufen getrennt, sodass Reputationsprobleme im Newsletter nicht unmittelbar die Zustellung eines Login-Codes beeinflussen. Für ein Template aus MJML oder Maizzle heißt das: Sie können dasselbe Designsystem für beide Nachrichtentypen verwenden, ohne dass beide Versandwege dieselben Zustellwege teilen.

Postmark passt außerdem zu Teams, die Templates in Code verwalten. Sie senden über die API oder über SMTP, binden das gerenderte HTML aus dem Build ein und können Zustellereignisse in der Oberfläche nachvollziehen. Wer React Email einsetzt, kann den gerenderten Output direkt als Nachrichtenkörper übergeben. Wichtig ist, dass Sie das Template mit Platzhaltern für Namen, Bestellnummern oder Links befüllen, bevor es an den Dienst geht, und dass Sie eine Textfassung mitschicken.

Wo Postmark an Grenzen stößt

Postmark ist kein Marketing-Automatisierungssystem. Segmentierung, mehrstufige Kampagnen-Workflows und die Pflege von Kontaktlisten gehören nicht zum Kern des Angebots. Wenn Ihr Team Vorlagen aus Stripo, BEE oder Unlayer für Newsletter nutzt, brauchen Sie deshalb ein zweites Werkzeug für Kontakte und Kampagnen. Das ist kein Mangel, wenn Sie die Trennung ohnehin wollen. Es bedeutet aber zwei Systeme, zwei Rechnungen und zwei Stellen, an denen Abmeldungen verwaltet werden müssen.

Für sehr kleine Mengen ist der kostenlose Tarif mit 100 E-Mails pro Monat vor allem für Tests und Prototypen praktisch. Sobald Sie produktiv versenden, beginnt die bezahlte Stufe bei 10.000 E-Mails pro Monat. Wer also zwischen einigen hundert und einigen tausend Transaktionsmails im Monat liegt, zahlt bereits den Basic-Preis, obwohl das Kontingent nur zum Teil genutzt wird.

Preise bei Postmark

Der kostenlose Tarif umfasst 100 E-Mails pro Monat, ohne Mehrverbrauch. Der Tarif Basic kostet 15 $ pro Monat und beginnt bei 10.000 E-Mails pro Monat. Die Tarife Pro (ab 16,50 $ pro Monat) und Platform (ab 18 $ pro Monat) beginnen beim gleichen Volumen und liegen darüber. Bei 50.000 E-Mails pro Monat kostet Basic 55 $, Pro 60,50 $ und Platform 66 $. Bei 125.000 E-Mails pro Monat kostet Basic 115 $, Pro 126,50 $ und Platform 138 $. Die vollständige Preisseite finden Sie unter postmarkapp.com/pricing.

Zur Einordnung hilft eine einfache Rechnung. Im Tarif Basic mit 15 $ pro Monat ergibt sich für ein Jahr 15 × 12 = 180 $. Diese Summe gilt nur, solange Ihr Volumen im Basic-Bereich bleibt. Wenn Sie zusätzlich Marketing-Kampagnen bei einem zweiten Anbieter planen, rechnen Sie diese Kosten getrennt dazu, sonst unterschätzen Sie die Gesamtrechnung.

SendGrid im Detail

Was SendGrid für HTML-Templates gut macht

SendGrid verbindet eine E-Mail-API mit Marketing-Kampagnen. Sie können dieselbe Absenderdomain, dieselben Vorlagen und dieselben Kontakte für transaktionale und Marketing-Mails nutzen. Für Teams, die Newsletter mit einem visuellen Editor gestalten und zugleich Transaktionsmails aus der Anwendung senden, ist das ein klarer Vorteil, weil weniger Systeme zu pflegen sind. Der Tarif Marketing Campaigns Free mit bis zu 2.000 Kontakten und 6.000 E-Mails pro Monat erlaubt einen Start ohne Vorauszahlung.

Wenn Ihr Editor HTML exportiert, das Sie in SendGrid als Vorlage oder per API einbinden, bleibt der Ablauf ähnlich wie bei Postmark: Sie erzeugen das HTML, ersetzen Platzhalter und versenden. Der Unterschied liegt in der Organisation. Sie verwalten Kampagnen, Listen und transaktionale Vorlagen im selben Konto. Das kann für kleine Teams übersichtlich sein, verlangt bei wachsendem Umfang aber ein Konzept für Zuständigkeiten, damit nicht jede Person jede Vorlage verändert.

Wo SendGrid an Grenzen stößt

Der wichtigste Punkt betrifft die Trennung. SendGrid ist breiter aufgestellt als Postmark, und transaktionale und Marketing-Mails sind deshalb nicht in derselben Weise nach Nachrichtentyp getrennt. Wenn Sie beide Arten über dieselbe Domain schicken, kann eine schwache Kampagne Ihre Reputation belasten und damit auch die Zustellung von Passwort-Resets beeinflussen. Abhilfe schaffen getrennte Subdomains oder Absenderadressen für Kampagnen und Transaktionen. Diese Konfiguration müssen Sie selbst planen und dokumentieren.

Die Preisstruktur ist außerdem vielschichtig. Die Tarife unterscheiden sich nach Kontaktzahl und Versandvolumen, und die Grenzen gelten je nach Produktlinie unterschiedlich. Die Testphase der E-Mail-API mit 100 E-Mails pro Tag für 60 Tage ist etwas ganz anderes als der Tarif Marketing Campaigns Free mit 6.000 E-Mails pro Monat. Wer Kosten vergleichen will, muss zuerst die richtige Produktlinie für seinen Nachrichtentyp auswählen.

Preise bei SendGrid

Die E-Mail-API bietet eine Testphase mit 100 E-Mails pro Tag für 60 Tage. Der Tarif Marketing Campaigns Free umfasst bis zu 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails pro Monat. Im Bereich der bezahlten E-Mail-API kostet der Tarif Basic 15 $ pro Monat, der Tarif Essentials 19,95 $ pro Monat (laut Tarifwähler für 50.000 bis 100.000 E-Mails pro Monat), der Tarif Advanced 60 $ pro Monat (bis 200.000 Kontakte und 1 Million E-Mails laut Tarifwähler) und der Tarif Pro 89,95 $ pro Monat (laut Tarifwähler für 100.000 bis 2,5 Millionen E-Mails pro Monat). Für Volumen oberhalb der veröffentlichten Stufen gibt es den Tarif Premier beziehungsweise individuelle Angebote auf Anfrage. Die Details finden Sie unter twilio.com/en-us/products/email-api/pricing.

Preisvergleich nach Volumen

Die folgende Tabelle zeigt die veröffentlichten Preise für typische Monatsvolumen in US-Dollar pro Monat. Wo ein Anbieter für ein Volumen keinen veröffentlichten Preis nennt, steht dort „Preis auf Anfrage“. Beachten Sie, dass der Tarifwähler bei SendGrid auch die Kontaktzahl berücksichtigt. Ein Tarif, der bei 50.000 E-Mails passt, kann bei 150.000 Kontakten eine andere Stufe ergeben.

Monatliche E-Mails Postmark (Tarif und Preis) SendGrid (Tarif und Preis)
100 Free: 0 $ (100 E-Mails pro Monat) Marketing Campaigns Free: 0 $ (bis 2.000 Kontakte)
10.000 Basic: 15 $; Pro: 16,50 $; Platform: 18 $ Basic: 15 $ (laut Tarifwähler bis 100.000 Kontakte)
50.000 Basic: 55 $; Pro: 60,50 $; Platform: 66 $ Essentials: 19,95 $ (laut Tarifwähler für 50.000 bis 100.000 E-Mails)
125.000 Basic: 115 $; Pro: 126,50 $; Platform: 138 $ Pro: 89,95 $ (laut Tarifwähler für 100.000 bis 2,5 Millionen E-Mails)
1.000.000 Preis auf Anfrage Advanced: 60 $ (laut Tarifwähler bis 200.000 Kontakte und 1 Million E-Mails)

Die Tabelle zeigt ein klares Muster. Bei 50.000 E-Mails liegt SendGrid im Tarif Essentials deutlich unter dem günstigsten Postmark-Tarif, und bei 125.000 E-Mails ist der Abstand zwischen Postmark Basic und SendGrid Pro ebenfalls groß. Bei 10.000 E-Mails sind die Basic-Preise gleich. Der Unterschied liegt dann nicht mehr im Preis, sondern in der Frage, welche Nachrichten Sie über welchen Dienst schicken.

Rechnen Sie Ihr eigenes Volumen in zwei Schritten. Zählen Sie zuerst die transaktionalen E-Mails pro Monat, also Anmeldungen, Bestellbestätigungen, Passwort-Resets und Benachrichtigungen. Dann berechnen Sie die Marketing-Mails: Empfänger mal Versände. Ein Beispiel: Zwölf Newsletter im Jahr an 4.000 Kontakte ergeben 48.000 Marketing-E-Mails im Jahr, also im Schnitt 4.000 pro Monat. Kommen 6.000 Transaktionsmails im Monat hinzu, liegen Sie bei rund 10.000 E-Mails pro Monat. Bei Postmark wäre das der Tarif Basic mit 15 $, sofern Sie die Marketing-Mails dort nicht versenden. Bei SendGrid gilt ebenfalls der Tarif Basic mit 15 $, solange Kontaktzahl und Volumen im Tarifwähler passen.

Entscheidend ist die Frage, ob die Marketing-Mails überhaupt über denselben Dienst laufen sollen. Wenn nicht, zählen bei Postmark nur die Transaktionsmails, und Ihre Kampagnen kosten zusätzlich bei einem Marketing-Werkzeug. Rechnen Sie in diesem Fall beide Posten getrennt und addieren Sie sie erst am Ende.

Entscheidungshilfe: Welcher Dienst passt zu Ihrem Workflow

Die wichtigste Frage lautet nicht, welcher Dienst günstiger ist, sondern welche Nachrichten Sie versenden und wie empfindlich Ihre Zustellung auf deren Verzögerung reagiert. Die folgende Tabelle ordnet typische Situationen einem Dienst zu und begründet die Wahl.

Wenn Sie … … wählen Sie Weil
Passwort-Resets und Login-Codes aus einer Anwendung senden Postmark Transaktionale und Broadcast-Nachrichten laufen über getrennte Streams, Newsletter bremsen Ihre Sicherheitsmails also nicht
Newsletter mit Stripo, BEE oder Unlayer gestalten und an Kontaktlisten versenden SendGrid Kontakte, Kampagnen und Transaktionsmails liegen im selben Konto, und der Marketing-Gratistarif deckt bis zu 2.000 Kontakte ab
Templates in MJML, React Email oder Maizzle pflegen Postmark, ergänzt um ein Marketing-Werkzeug für Kampagnen Der Build erzeugt HTML, das Sie per API oder SMTP übergeben, und Kampagnen laufen getrennt im Marketing-Werkzeug
Nur wenige hundert Mails im Monat versenden Postmark Free oder SendGrid Marketing Campaigns Free Postmark Free deckt 100 E-Mails, SendGrid Marketing Campaigns Free deckt 6.000 E-Mails bei bis zu 2.000 Kontakten
Mehrere zehntausend Mails pro Monat mit Kampagnen SendGrid, nach Prüfung der Tarifstufe Die veröffentlichten Stufen für 50.000 und 125.000 E-Mails liegen bei SendGrid niedriger, während Postmark die Trennung der Nachrichtenströme bietet

Wie Sie sich entscheiden

Starten Sie mit einer Liste Ihrer Nachrichtentypen. Notieren Sie für jeden Typ, wie wichtig eine sofortige Zustellung ist, wie oft er anfällt und wer ihn gestaltet. Ein Passwort-Reset muss innerhalb von Sekunden ankommen und darf von keiner Kampagne beeinflusst werden. Ein wöchentlicher Produkt-Newsletter darf dagegen länger dauern und hat andere Anforderungen an Segmentierung. Sobald Sie diese Liste haben, ist die Entscheidung meist klar.

Als Nächstes prüfen Sie den Verwaltungsaufwand. Ein einziger Dienst bedeutet weniger Schnittstellen, weniger Abrechnung und eine zentrale Stelle für Abmeldungen. Zwei Dienste bedeuten mehr Kontrolle über die Zustellung, aber auch doppelte Pflege. Wer im Team keine Person hat, die die Anbindung dauerhaft betreut, wählt besser den Dienst mit weniger beweglichen Teilen.

Zuletzt vergleichen Sie die Kosten mit Ihrer eigenen Rechnung und nicht mit einer Musterrechnung. Notieren Sie das Volumen der letzten drei Monate, rechnen Sie das Wachstum für ein Jahr hoch und prüfen Sie in beiden Tarifwählern, welche Stufe dem entspricht. Weitere Vergleiche rund um HTML-E-Mail-Builder und Versanddienste finden Sie auf der Startseite.

Einrichtung und Umzug: Eine Checkliste

Ob Sie neu starten oder den Versanddienst wechseln, die technischen Schritte sind ähnlich. Die folgende Tabelle führt durch die typischen Punkte. Sie ersetzt keine Anleitung des Anbieters, hilft aber, nichts zu vergessen.

Schritt Was Sie tun Worauf Sie achten
1. Domain authentifizieren SPF- und DKIM-Einträge für die Absenderdomain beim Versanddienst anlegen DNS-Änderungen können dauern; testen Sie zuerst mit einer Testadresse
2. Nachrichtentypen trennen Bei Postmark getrennte Message Streams für transaktional und Broadcast; bei SendGrid getrennte Subdomains oder Absenderadressen Ein Newsletter sollte nie denselben Zustellweg nutzen wie Sicherheitsmails
3. HTML erzeugen MJML-Build, React-Email-Render, Maizzle-Build oder Editor-Export ausführen Bilder mit absoluten Adressen einbinden, Tracking-Links unverändert lassen, Textfassung erzeugen
4. Testversand Testmails an Postfächer mehrerer Anbieter schicken Mail-Clients rendern HTML unterschiedlich; prüfen Sie auch den Dunkelmodus
5. Abmeldungen übernehmen Abmeldeliste aus dem alten Dienst exportieren und im neuen importieren Abgemeldete Kontakte dürfen Sie nicht erneut anschreiben, sonst drohen Beschwerden
6. Parallelbetrieb Alten und neuen Versand einige Tage parallel laufen lassen Vergleichen Sie Bounces und Zustellfehler, bevor Sie den alten Weg abschalten

Bei Postmark lohnt es sich, schon beim Einrichten die Streams zu benennen, damit Entwicklung und Marketing dieselben Begriffe verwenden. Bei SendGrid sollten Sie Konten- und Zugriffsrechte festlegen, bevor mehrere Personen Kampagnen anlegen. In beiden Fällen gilt: Der Export aus dem Builder ist der fehleranfälligste Schritt. Testen Sie ihn deshalb früh und mit echten Platzhalterdaten.

Wer sollte was wählen

Postmark ist die richtige Wahl, wenn Ihre Anwendung Nachrichten senden muss, die sofort ankommen sollen, und wenn Sie für Marketing ohnehin ein eigenes Werkzeug nutzen. Entwicklerteams, die MJML, React Email oder Maizzle einsetzen, profitieren von der klaren Trennung und dem API-zentrierten Ansatz. Die Kosten sind bei kleinen Mengen überschaubar und steigen mit dem Volumen, im Basic-Tarif beginnen sie bei 15 $ pro Monat.

SendGrid ist die richtige Wahl, wenn Sie Transaktions- und Marketing-Versand in einem Dienst betreiben wollen. Teams, die mit Stripo, BEE oder Unlayer arbeiten, sparen dadurch Schnittstellen. Der Marketing-Gratistarif erlaubt einen Start ohne Ausgaben. Bei größerem Volumen sind die veröffentlichten Stufen günstiger, dafür müssen Sie die Trennung der Nachrichtentypen selbst sauber organisieren.

Viele Teams kombinieren beide Ansätze: Postmark für Sicherheits- und Transaktionsmails, ein Marketing-Dienst für Kampagnen. Das kostet mehr Verwaltung, schützt die Zustellung kritischer Nachrichten aber am besten. Wenn Sie unsicher sind, beginnen Sie mit dem Dienst, der zu Ihrem wichtigsten Nachrichtentyp passt, und ergänzen Sie den zweiten erst, wenn das Volumen es verlangt.

Fazit

Postmark und SendGrid lösen dasselbe Grundproblem mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Postmark setzt auf getrennte, transaktionale Zustellung. SendGrid bietet eine breitere Plattform mit Marketing-Funktionen und bei größerem Volumen niedrigere veröffentlichte Stufen. Für HTML-E-Mails aus MJML, React Email, Maizzle, Stripo, BEE oder Unlayer ändert sich am Grundprinzip wenig: Der Builder erzeugt das HTML, der Versanddienst liefert es aus. Entscheidend sind die Trennung der Nachrichtentypen, eine saubere Authentifizierung und die Frage, welche Nachrichten Sie am stärksten schützen müssen.

Prüfen Sie vor der Entscheidung die aktuellen Preise auf postmarkapp.com/pricing und twilio.com/en-us/products/email-api/pricing, und testen Sie Ihr Template mit einem Testversand, bevor Sie einen Umzug planen.

Häufige Fragen

Kann ich einen Visual-Builder wie Stripo, BEE oder Unlayer mit Postmark nutzen?

Ja, der Editor liefert HTML, das Sie per API oder SMTP an Postmark übergeben können. Entscheidend ist, ob das exportierte HTML unverändert ausgeliefert wird und ob Tracking-Links korrekt bleiben. Prüfen Sie das mit einem Testversand an mehrere Mail-Clients. Für Kampagnen mit Kontaktlisten brauchen Sie bei Postmark zusätzlich ein Marketing-Werkzeug.

Welcher Dienst ist für Passwort-Resets besser geeignet?

Für kritische Transaktionsmails spricht vieles für Postmark, weil transaktionale und Broadcast-Nachrichten dort über getrennte Streams laufen. Mit SendGrid lässt sich ein ähnlicher Aufbau erreichen, Sie müssen die Trennung über Subdomains und Absenderkonzepte aber selbst organisieren.

Gibt es bei Postmark einen kostenlosen Tarif?

Ja, der Tarif Free umfasst 100 E-Mails pro Monat ohne Mehrverbrauch. Die bezahlten Tarife beginnen laut Preisseite bei 10.000 E-Mails pro Monat. Für produktiven Versand mit mehr Volumen sollten Sie daher mit dem Tarif Basic für 15 $ pro Monat rechnen.

Welche Grenzen hat der kostenlose SendGrid-Tarif?

Die E-Mail-API hat eine Testphase mit 100 E-Mails pro Tag für 60 Tage. Der Tarif Marketing Campaigns Free umfasst bis zu 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails pro Monat. Beides sind unterschiedliche Angebote für unterschiedliche Produktlinien. Prüfen Sie die aktuellen Grenzen auf der Preisseite von Twilio, bevor Sie eine Kampagne planen.

Was kostet der Versand von 125.000 E-Mails im Monat?

Bei Postmark kosten 125.000 E-Mails im Tarif Basic 115 $, im Tarif Pro 126,50 $ und im Tarif Platform 138 $ pro Monat. Bei SendGrid liegt der Tarif Pro laut Tarifwähler bei 89,95 $ pro Monat für 100.000 bis 2,5 Millionen E-Mails. Die Tabelle oben zeigt beide Werte nebeneinander.

Muss ich meine Abmeldeliste beim Wechsel übernehmen?

Ja. Exportieren Sie die Abmeldungen aus dem alten Dienst und importieren Sie sie in den neuen, bevor Sie wieder versenden. Eine Neuanmeldung aller Kontakte ist der falsche Weg, weil abgemeldete Empfänger sonst erneut angeschrieben würden.

Kann ich beide Dienste gleichzeitig nutzen?

Ja, und viele Teams tun das, wenn Sicherheitsmails und Marketing klar getrennt werden sollen. Der Nachteil ist der Verwaltungsaufwand mit zwei Konten, zwei Abrechnungen und zwei Stellen für Abmeldungen und Statistik. Starten Sie mit einem Dienst und ergänzen Sie den zweiten erst, wenn Volumen oder Anforderungen es rechtfertigen.