Beste E-Mail-Marketing-Automatisierung für SaaS
Für SaaS-Teams, die E-Mails aus Produkt-, Trial- und Abrechnungsereignissen auslösen wollen, ist Customer.io die beste Wahl, sobald die Journeys über reines E-Mail-Marketing hinausgehen. Der Essentials-Tarif kostet laut Preisseite 100 $ pro Monat bei monatlicher Abrechnung. Wer mit einer kleinen Liste beginnt und die Kosten eng im Blick behalten will, findet mit Drip einen günstigeren Einstieg: 39 $ pro Monat für bis zu 2.500 Personen.
Was Automatisierung für SaaS leisten muss
Im SaaS-Geschäft entstehen die wichtigen Momente selten nach einem Kalender, sondern durch Ereignisse. Ein Trial beginnt, ein Nutzer richtet eine Integration ein, ein Projekt erreicht ein Nutzungslimit, ein Abo wird gekündigt oder eine Kreditkarte wird abgelehnt. Eine Automatisierungsplattform muss diese Ereignisse empfangen, mit Eigenschaften wie Plan, Sitzzahl oder letzter Aktivität verbinden und daraus den nächsten passenden Schritt ableiten.
Daraus ergeben sich drei Anforderungen, die bei der Auswahl oft schwerer wiegen als die Zahl der mitgelieferten Vorlagen. Erstens: Ereignisse aus dem Produkt müssen zuverlässig ankommen, mit Zeitstempel und eindeutiger Nutzerkennung. Ein Ereignis, das doppelt oder gar nicht ankommt, führt zu Mails, die niemand erwartet. Zweitens: Workflows müssen verzweigen können. Ein Nutzer, der die Schlüsselfunktion innerhalb von drei Tagen verwendet, bekommt eine andere Folgemail als jemand, der sie nie öffnet. Drittens: Segmente müssen sich ändern, sobald sich der Status einer Person ändert. Sonst bleibt jemand in einer Trial-Sequenz, obwohl er längst bezahlt.
Diese Seite behandelt Marketing- und Lifecycle-Mails. Transaktionsmails wie Rechnungen, Passwort-Links oder Login-Codes folgen einer eigenen Logik und laufen in den meisten Stacks über einen separaten Versanddienst. Dieser Dienst gehört trotzdem zur Planung, weil er die Zustellbarkeit der wichtigsten Mails bestimmt. Im Abschnitt zu den Sendern finden Sie dazu eine eigene Übersicht.
Wer bereits eine HTML-Vorlage in einem Builder oder Framework wie MJML, React Email oder Maizzle gebaut hat, kann das fertige HTML in den meisten der hier genannten Plattformen weiterverwenden. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Editor des Tools einen eigenen HTML-Import anbietet und wie er mit Platzhaltern für Vornamen, Plannamen oder Zugangslinks umgeht. Diese Details entscheiden im Alltag oft mehr als die Zahl der Automatisierungsbausteine.
Die Werkzeuge im Überblick
Die Tabelle nennt pro Plattform den Einstiegstarif, die Abrechnungsweise und die Einschränkung, die in der Praxis am häufigsten zählt. Alle Beträge sind in US-Dollar angegeben und stammen von den Preisseiten der Anbieter, Stand 7. Oktober 2026. Maßgeblich ist immer, was die verlinkte Preisseite ausweist, denn Staffeln und Tarifnamen können sich ändern.
| Tool | Am besten für | Einstieg (Tarif, Abrechnung) | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|---|
| Customer.io | Produktgetriebene Journeys mit E-Mail, Push und SMS | Essentials ab 100 $ pro Monat, monatlich abgerechnet | Der Preis steigt mit der Profilzahl; der Essentials-Tarif wird nur monatlich angeboten |
| Drip | Kleine bis mittlere Listen mit Event-Workflows | 39 $ pro Monat für 1 bis 2.500 Personen, monatlich | Mehrkanalige Journeys brauchen mehr Vorarbeit als reine E-Mail-Flows |
| ActiveCampaign | SaaS mit Vertrieb, der Trials übernimmt | Starter 15 $ pro Monat bei 1.000 Kontakten, monatlich | Fortgeschrittene Segmentierung erst im Tarif Pro (79 $ pro Monat bei 1.000 Kontakten) |
| HubSpot Marketing Hub | Marketing, Vertrieb und Support in einem Kontaktmodell | Starter ab 7 $ pro Monat, monatlich; kostenlose Marketing-Werkzeuge | Der Sprung zu Professional (800 $ pro Monat) ist groß |
| Klaviyo | Datenreiche Profile mit vielen Nutzungsereignissen | E-Mail-Tarif ab 20 $ pro Monat für 500 Profile, monatlich | Die Kosten folgen den aktiven Profilen, nicht den Versänden |
| Mailchimp | Einfache Lifecycle-Mails mit bekannter Oberfläche | Standard ab 20 $ pro Monat bei 500 Kontakten, monatlich; kostenloser Tarif bis 250 Kontakte | Verzweigungen fallen flacher aus als bei den Event-Tools |
| Brevo | Günstiger Start mit volumenbasierten Tarifen | Kostenlos mit 300 Versänden pro Tag; Starter 9 $ pro Monat ab 5.000 E-Mails | Tägliches Versandlimit im Gratistarif; Verhaltenslogik weniger tief |
| Segment (Twilio Segment) | Datenschicht, die Ereignisse sammelt und an Ziele weiterleitet | Preis auf Anfrage | Kein fertiges Mailtool, sondern Grundlage für eigene Workflows |
Kosten bei konkreten Listengrößen
Die folgende Tabelle zeigt, was die Plattformen bei unterschiedlichen Listengrößen kosten, soweit die Preisseiten diese Staffeln ausweisen. Die Spalten sind nach Größe sortiert, die Zellen nennen jeweils den Tarif oder die Staffel, auf die sich der Betrag bezieht. Wo eine Größe nicht ausgewiesen ist, steht „Preis auf Anfrage“. Alle Beträge gelten monatlich, sofern nicht anders angegeben.
| Tool (Tarifbasis) | Kleinere Liste | Mittlere Liste | Größere Liste |
|---|---|---|---|
| Customer.io (Essentials, Profile) | 10.000 Profile: 145 $ | 20.000 Profile: 235 $ | 50.000 Profile und mehr: ab 505 $ |
| Drip (Personen) | 9.001 bis 10.000 Personen: 154 $ | 22.501 bis 25.000 Personen: 369 $ | 45.001 bis 50.000 Personen: 699 $ |
| Klaviyo (E-Mail-Tarif, aktive Profile) | 5.000 Profile: 100 $ | 25.000 Profile: 400 $ | Preis auf Anfrage |
| ActiveCampaign (Kontakte) | 1.000 Kontakte: Starter 15 $, Plus 49 $, Pro 79 $ | Staffeln oberhalb 1.000 Kontakte: Preis auf Anfrage | Preis auf Anfrage |
| Mailchimp (Standard, Kontakte) | 500 Kontakte: 20 $ | 5.001 bis 10.000 Kontakte: 135 $ | 10.001 bis 15.000 Kontakte: 230 $ |
| HubSpot Marketing Hub (Pakete) | Starter: 7 $ | Professional: 800 $ | Enterprise: 3.600 $ |
| Brevo (Versandvolumen pro Monat) | Starter ab 5.000 E-Mails: 9 $; Standard ab 5.000 E-Mails: 18 $ | Professional, 150.000 bis 10 Mio. Versände: ab 499 $ | Preis auf Anfrage |
Die Zahlen zeigen, warum die Listengröße allein nicht über den Preis entscheidet. Bei Customer.io kostet eine Verdopplung der Profile von 10.000 auf 20.000 nicht das Doppelte, sondern 90 $ mehr pro Monat, also 1.080 $ mehr im Jahr (90 × 12). Bei Drip liegt die Staffel von 9.001 bis 10.000 Personen bei 154 $ pro Monat, das sind 1.848 $ im Jahr (154 × 12). Bei Klaviyo kosten 10.000 Profile 150 $ pro Monat, also 1.800 $ im Jahr (150 × 12). Bei gleicher Profilzahl liegen die Tools also nah beieinander; entscheidend ist, welche Funktionen im Tarif enthalten sind.
Bei Brevo und HubSpot misst der Preis nicht die Kontakte, sondern Versandvolumen beziehungsweise Pakete. Wer viele Kontakte hat, aber selten mailt, kann mit einem volumenbasierten Modell günstiger fahren. Wer viele Kontakte hat und häufig Lifecycle-Mails auslöst, sollte eher auf Staffeln nach Profilen oder Personen achten, weil dort die Ereignisse zum Kostentreiber werden.
Der Essentials-Tarif von Customer.io startet bei 100 $ pro Monat. Die Preisseite weist für Essentials ausschließlich monatliche Abrechnung aus. Der Premium-Tarif mit individueller Profilmenge wird mit 1.000 $ pro Monat geführt. Qualifizierte Early-Stage-Unternehmen mit weniger als 10 Mio. $ Finanzierung können laut Preisseite über das Startup-Programm zwölf Monate kostenlos starten. Wer in diese Gruppe fällt, sollte den Zeitraum in die Kalkulation einbeziehen, bevor er einen Vertrag wählt.
Die Plattformen im Einzelnen
Customer.io
Customer.io ist für Teams gebaut, deren Mails dem Verhalten in der App folgen. Ein Workflow startet mit einem Ereignis wie „Konto erstellt“, wartet zwei Tage, prüft, ob eine Schlüsselaktion stattgefunden hat, und verzweigt je nach Antwort. Für SaaS sind Ereignisse aus dem Produkt, aus der Abrechnung und aus dem Support gleichwertige Auslöser. Der Workflow-Builder zeigt die Verzweigungen als Diagramm, was bei mehreren Plänen und Trial-Stufen die Übersicht erhält.
Für ein SaaS mit Trial, zwei oder drei bezahlten Plänen und einem Onboarding über sechs bis acht Mails ist das die passende Tiefe. Die Journey kann bei fehlender Aktivität nach drei Tagen eine Erinnerung senden und bei Aktivität direkt zur nächsten Funktion führen. Die Stärke zeigt sich besonders dort, wo Journeys über E-Mail hinausgehen. Push, SMS und In-App-Nachrichten lassen sich in dieselbe Journey setzen. Wer ausschließlich E-Mail braucht, bezahlt für diese Breite allerdings mehr als nötig.
Die Schwäche ist der Preis bei wachsender Profilzahl. Für 10.000 Profile nennt die Preisseite 145 $ pro Monat, für 20.000 Profile 235 $, für 30.000 Profile 325 $ und ab 50.000 Profilen 505 $ pro Monat und mehr. Wer viele inaktive Profile in der Datenbank hat, zahlt für sie mit. Vor dem Start lohnt sich daher eine Bereinigung der Profile, die keine Ereignisse mehr erzeugen.
Preisseite: customer.io/pricing
Drip
Drip stammt aus dem E-Commerce und arbeitet mit Personen statt mit Konten. Das passt zu SaaS-Produkten, bei denen die Mails an einzelne Nutzer gehen und die Entscheidung über den Kauf bei einem Team liegt, das nicht im Vertrieb sitzt. Workflows starten bei Anmeldungen, Käufen, Seitenbesuchen oder eigenen Ereignissen, die über die JavaScript-API oder über Zapier kommen. Segmente können statisch oder dynamisch sein und auf Tags, Eigenschaften und Engagement beruhen.
Das Preismodell ist für kleinere und mittlere Listen übersichtlich. Die erste Staffel reicht bis 2.500 Personen und kostet 39 $ pro Monat mit unbegrenzten E-Mail-Versänden. Die Staffel 2.501 bis 3.000 Personen liegt bei 49 $, 4.501 bis 5.000 Personen bei 89 $ und 7.001 bis 8.000 Personen bei 124 $ pro Monat. Ab 22.501 bis 25.000 Personen sind es 369 $ pro Monat. Laut Preisseite gibt es eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte.
Die Grenze liegt bei der Tiefe der Journeys. Drip deckt Event-Workflows und Segmente für E-Mail gut ab. Wer mehrere Kanäle in einer Journey braucht, sollte vor einer Entscheidung prüfen, ob die Oberfläche dafür passt, und einen Test mit einer echten Journey durchführen, bevor er die Lösung für das gesamte Lifecycle-Programm festlegt.
Preisseite: drip.com/pricing
ActiveCampaign
ActiveCampaign verbindet E-Mail-Automatisierung mit CRM-Funktionen. Für ein SaaS mit Vertriebsbeteiligung ist das relevant, wenn ein Trial-Nutzer mit hohem Engagement automatisch einem Vertriebsmitarbeiter zugewiesen werden soll. Automatisierungen können auf E-Mail-Interaktionen, Formulare, Website-Aktivitäten und Deal-Stufen reagieren. Ein Besuch der Preisseite durch einen Trial-Nutzer kann so eine Aufgabe für den Vertrieb auslösen, ohne dass jemand die Website manuell beobachten muss.
Die Tarife sind nach Kontaktzahl gestaffelt. Starter kostet 15 $ pro Monat bei 1.000 Kontakten und umfasst Automatisierung, Standard-CRM und E-Commerce-Integrationen. Plus kostet 49 $ pro Monat bei gleicher Kontaktzahl und umfasst Standard-Segmentierung und Landing Pages. Pro kostet 79 $ pro Monat mit fortgeschrittener Segmentierung, Enterprise 145 $ pro Monat mit Premium-Segmentierung und einem festen Betreuungsteam. Die Preisseite bietet eine Testphase an.
Die Einschränkung betrifft zwei Punkte. Der Preis steigt mit den Kontakten, und die fortgeschrittene Segmentierung liegt erst im Tarif Pro. Wer nur einfache Lifecycle-Mails braucht, bezahlt für das CRM mit, das er vielleicht nicht nutzt.
Preisseite: activecampaign.com/pricing
HubSpot Marketing Hub
HubSpot betrachtet E-Mail-Automatisierung als Teil einer Plattform mit Marketing, Vertrieb und Service. Ein Kontakt hat eine durchgehende Historie aus Formularen, Seitenbesuchen, E-Mails, Deals und Support-Tickets. Für SaaS-Teams, die Trial, Vertrieb und Support in einem System führen wollen, ist diese gemeinsame Datenbasis der wichtigste Grund für HubSpot. Der Support sieht dann, welche Mails ein Kunde zuletzt erhalten hat, bevor er ein Ticket schreibt.
Die Preise im Marketing Hub sind nach Paketen gestaffelt. Starter wird mit 7 $ pro Monat geführt, Professional mit 800 $ pro Monat und Enterprise mit 3.600 $ pro Monat. Die Preisseite weist die Pakete nach Sitzen aus, daher verändert die Zahl der Nutzer den Endpreis. Daneben gibt es kostenlose Marketing-Werkzeuge, die sich für den Einstieg eignen.
Die Einschränkung ist der Sprung zwischen Starter und Professional. Anspruchsvollere Automatisierungen liegen im höheren Paket. Vor dem Kauf sollte daher feststehen, welche Funktionen tatsächlich gebraucht werden, und ob das Team die Plattform als Ganzes nutzen wird oder nur die E-Mail-Teile.
Preisseite: hubspot.com/pricing/marketing
Klaviyo
Klaviyo ist im E-Commerce verbreitet und arbeitet mit Profilen, die aus Ereignissen und Eigenschaften gespeist werden. Für SaaS passt dieses Modell, wenn das Produkt viele Nutzungsereignisse erzeugt und diese als Profildaten ausgewertet werden sollen. Flows reagieren auf Profileigenschaften, Ereignisse und Segmentzugehörigkeit. Ein Beispiel: Wer innerhalb einer Woche dreimal ein bestimmtes Feature nutzt, gehört in ein Segment, das eine Hinweismail zu einem nächsten Schritt erhält.
Der E-Mail-Tarif startet mit 20 $ pro Monat für 500 Profile. 1.000 Profile kosten 30 $, 2.500 Profile 60 $, 5.000 Profile 100 $, 10.000 Profile 150 $ und 25.000 Profile 400 $ pro Monat. Der kostenlose Tarif umfasst 250 aktive Profile und 500 E-Mail-Versände pro Monat. Für Email plus SMS nennt die Preisübersicht keine festen Beträge; diese Tarife sind auf Anfrage erhältlich.
Die Kosten folgen den aktiven Profilen. Wer viele inaktive Kontakte hat, sollte deshalb regelmäßig bereinigen, bevor die Profilzahl die nächste Staffel erreicht. Außerdem gilt: Ein Profil, das nur durch einen Import entstanden ist, ohne je ein Produktereignis zu erzeugen, verursacht Kosten, ohne Ergebnisse zu liefern.
Preisseite: klaviyo.com/pricing
Mailchimp
Mailchimp ist vielen Marketern vertraut und eignet sich für einfache Lifecycle-Mails: eine Willkommensserie, eine Erinnerung an ein unvollständiges Setup oder eine Reaktivierungsmail nach einigen Wochen Inaktivität. Die Ereignisbasis ist schmaler als bei den reinen Event-Tools, daher fallen Verzweigungen meist flacher aus. Für Produktereignisse braucht es oft zusätzliche Verbindungen über Schnittstellen oder einen Automatisierungsdienst.
Der kostenlose Tarif umfasst bis zu 250 Kontakte und 500 Versände pro Monat, höchstens 250 pro Tag. Der Standard-Tarif kostet 20 $ pro Monat bei 500 Kontakten und umfasst in dieser Staffel bis zu 6.000 E-Mails im Monat. Bei 5.001 bis 10.000 Kontakten nennt die Preisseite 135 $ pro Monat mit bis zu 120.000 E-Mails, bei 10.001 bis 15.000 Kontakten 230 $ pro Monat mit bis zu 180.000 E-Mails. Die Standard-Stufe hat eine 14-tägige Testphase.
Wenn das Team die Oberfläche bereits kennt und die Lifecycle-Logik überschaubar ist, verkürzt das die Einführung spürbar. Bei stark ereignisgetriebenen Journeys mit vielen Verzweigungen stößt Mailchimp dagegen schneller an Grenzen als die Event-Spezialisten.
Preisseite: mailchimp.com/pricing
Brevo
Brevo, früher Sendinblue, kombiniert E-Mail, SMS, Chat und ein einfaches CRM. Der kostenlose Tarif erlaubt 300 Versände pro Tag und umfasst Speicher für bis zu 100.000 Kontakte. Damit lassen sich Lifecycle-Mails erproben, bevor Kosten entstehen. Bei einer kleinen Liste mit wenigen Mails am Tag reicht dieser Tarif oft für die ersten Monate.
Der Starter-Tarif liegt bei 9 $ pro Monat und umfasst ab 5.000 E-Mails im Monat keine tägliche Sendegrenze. Standard kostet 18 $ pro Monat mit Automatisierung, A/B-Tests und erweiterten Berichten. Für größere Volumen gibt es den Professional-Tarif ab 499 $ pro Monat mit 150.000 bis 10 Mio. Versänden und bis zu 2 Mio. Kontakten. Das Modell ist eher volumenbasiert als profilbasiert, was bei vielen Kontakten mit wenig Versand günstig sein kann.
Die Einschränkung ist die Verhaltenslogik. Sie ist weniger tief als bei Customer.io oder Klaviyo. Brevo eignet sich daher besser für einfache Sequenzen als für feingliedrige Trial-Logik mit vielen Bedingungen.
Preisseite: brevo.com/pricing
Segment (Twilio Segment)
Segment ist kein E-Mail-Werkzeug, sondern eine Datenschicht. Es sammelt Ereignisse aus Produkt und Website und leitet sie an Ziele weiter, darunter Mailtools, Analyse und Data Warehouses. Wer mehrere Ziele bedienen will, spart mit einer einzigen Ereignisquelle Entwicklungszeit, weil das Event-Schema nur einmal gepflegt werden muss. Für ein einzelnes Mailtool ist der Aufwand meist zu hoch.
Die Preise sind individuell. Die Preisseite beschreibt Connections-Pläne mit einer kostenlosen Testphase, nennt aber keine festen Beträge. Die Tarife für Customer Data Platform mit Profilen und Audiences sind ebenfalls auf Anfrage.
Preisseite: segment.com/pricing
Sender und Zahlungsanbieter im Stack
Die Automatisierung braucht Ereignisse, und sie braucht einen Weg, Mails zuzustellen. Bei SaaS kommen die wichtigsten Ereignisse oft von einem Zahlungsanbieter oder Merchant of Record. Transaktionsmails wie Rechnungen oder Login-Codes sollten möglichst über einen separaten Dienst laufen, damit die Zustellung der Marketingmails die Transaktionsmails nicht beeinflusst. Die folgende Tabelle zeigt die Rollen der wichtigsten Dienste, die sich mit den Automatisierungsplattformen verbinden lassen.
| Dienst | Rolle im Stack | Preisangabe laut Preisseite | Hinweis für die Automatisierung |
|---|---|---|---|
| Stripe | Zahlungen, Abos und Zahlungsereignisse wie Erfolg, Fehler oder Kündigung | Keine feste monatliche Grundgebühr im Standardtarif; Gebühren fallen pro Transaktion an | Webhooks an die Automatisierung leiten, damit Dunning- und Onboarding-Flows auf Zahlungsereignisse reagieren |
| Paddle | Merchant of Record, der Zahlung, Steuer und Belege übernimmt | Keine monatliche Plattformgebühr; Preis pro Transaktion | Ereignisse kommen von Paddle; prüfen, welche Ereignisse das Tool für Ihre Flows bereitstellt |
| Postmark | Versand von Transaktionsmails wie Rechnungen, Passwort-Links und Benachrichtigungen | Kostenloser Tarif mit 100 E-Mails pro Monat; Basic ab 15 $ pro Monat für 10.000 E-Mails | Transaktionsmails getrennt von Marketingmails halten, damit Kampagnen die Zustellung wichtiger Mails nicht belasten |
| Zapier | Verbindung zwischen Tools ohne eigene Entwicklung | Kostenloser Tarif mit 100 Tasks pro Monat; Professional 19,99 $ pro Monat; Team 69 $ pro Monat | Jeder erfolgreiche Aktionsschritt zählt als Task; das Volumen vorher durchrechnen |
Ein Rechenbeispiel zu Zapier: Ein Trial-Ereignis, das in drei Schritten eine Mail, einen CRM-Eintrag und eine Slack-Nachricht auslöst, verbraucht je erfolgreicher Ausführung drei Tasks. Bei 40 Trials im Monat sind das 120 Tasks und damit schon mehr als der kostenlose Tarif mit 100 Tasks erlaubt. Der Professional-Tarif kostet 19,99 $ pro Monat, also 239,88 $ im Jahr (19,99 × 12).
Bei Postmark bleibt der Preis übersichtlich, solange die Transaktionsmails im Rahmen bleiben. Der Basic-Tarif beginnt laut Preisseite bei 10.000 E-Mails im Monat und kostet 15 $ pro Monat. Die Staffel mit 125.000 E-Mails liegt bei 115 $ pro Monat. Für Rechnungen und Zugangsmails ist das eine vergleichsweise kleine Ausgabe, die die Zustellung der Kernmails sichert.
Entscheidungshilfe: Welches Tool passt zu welchem Team
Die folgende Tabelle ordnet typische Ausgangslagen einem Tool zu und nennt den Grund. Sie ersetzt keinen Test mit den eigenen Ereignissen, hilft aber, die Shortlist vor dem ersten Gespräch mit einem Anbieter auf zwei oder drei Kandidaten zu verkleinern.
| Wenn Sie … | … dann prüfen Sie zuerst | Weil |
|---|---|---|
| mehrere Kanäle in einer Journey brauchen (E-Mail, Push, SMS, In-App) | Customer.io | Kanäle sind im selben Workflow verzweigbar; der Preis steigt mit Profilen, deshalb die Profilzahl vorher bereinigen |
| eine kleine Liste mit klaren Event-Flows und begrenztem Budget haben | Drip | Die erste Staffel bis 2.500 Personen kostet 39 $ pro Monat, und die Testphase läuft 14 Tage ohne Kreditkarte |
| einen Vertrieb haben, der Trials übernimmt | ActiveCampaign | Deal-Stufen und Website-Aktivität lösen Aufgaben aus; die fortgeschrittene Segmentierung braucht aber den Tarif Pro |
| Marketing, Vertrieb und Support in einem Kontaktmodell führen wollen | HubSpot Marketing Hub | Ein Kontakt hat eine durchgehende Historie; der Preis verlangt eine Prüfung des Pakets und der Sitze |
| viele Nutzungsereignisse haben und diese als Profildaten auswerten wollen | Klaviyo | Flows reagieren auf Profileigenschaften und Segmentzugehörigkeit; Kosten folgen den aktiven Profilen |
| einfache Lifecycle-Mails mit wenig Verzweigung senden | Mailchimp oder Brevo | Vertraute Oberfläche und kostenlose Einstiegstarife; die Verhaltenslogik ist flacher |
| viele Kontakte, aber selten Versand | Brevo | Volumenbasierte Tarife können bei vielen ruhenden Kontakten günstiger sein als profilbasierte Modelle |
| mehrere Zielwerkzeuge mit einer gemeinsamen Ereignisquelle bedienen | Segment mit einer Automatisierungsplattform | Das Event-Schema wird nur einmal gepflegt; für ein einzelnes Mailtool ist der Aufwand meist zu hoch |
Einrichtung in sieben Schritten
Die Einrichtung scheitert selten am Tool, sondern an fehlenden Ereignissen und unklaren Zuständen. Die folgende Reihenfolge hat sich bewährt, weil jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut.
- Lifecycle-Zustände festlegen. Definieren Sie Stufen wie Anmeldung, Aktivierung, Trial, bezahlt, inaktiv, gekündigt. Jede Stufe braucht eine klare Bedingung, sonst entstehen Überschneidungen zwischen Flows.
- Ereignisschema schreiben. Legen Sie Namen, Pflichtfelder und Zeitstempel für jedes Ereignis fest, etwa „Konto erstellt“ oder „Feature X genutzt“. Dokumentieren Sie, welches Feld den Plan enthält.
- Zahlungsereignisse anbinden. Leiten Sie Erfolg, Fehler und Kündigung aus Stripe oder Paddle in die Automatisierung. Ohne diese Ereignisse lassen sich Dunning-Mails und Win-Back-Flows nicht sauber auslösen.
- Transaktionsmails trennen. Rechnungen, Passwort-Links und Login-Codes laufen über den Transaktionsdienst. Die Marketing-Plattform sendet nur Lifecycle- und Werbemails. Dadurch bleibt eine Kampagne ohne Auswirkung auf die Zustellung wichtiger Mails.
- Erste Journey bauen. Beginnen Sie mit der Onboarding-Serie für neue Konten. Drei bis fünf Mails mit einer Verzweigung nach Aktivität reichen, um Ereignisse, Segmente und Versand zu prüfen.
- Segmente mit Ausschluss pflegen. Legen Sie fest, wer aus einer Journey ausscheidet, etwa sobald ein Konto bezahlt. Ohne Ausschlussregel erhalten bezahlte Kunden weiter Trial-Mails.
- Erfolg an Umsatz messen. Verbinden Sie Konversionsereignisse wie Aktivierung oder Upgrade mit den Journeys. Öffnungs- und Klickraten zeigen nur, ob Mails gelesen wurden, nicht, ob der Lifecycle vorankommt.
Typische Fehler bei der Auswahl und beim Aufbau
- ✓ Profile ohne Ereignisse. Importierte Kontakte, die nie ein Produktereignis erzeugen, kosten bei profilbasierten Tarifen Geld. Bereinigen Sie vor dem Vertragsabschluss.
- ✓ Zu viele Verzweigungen am Anfang. Eine Journey mit zwölf Pfaden ist schwer zu prüfen. Starten Sie mit zwei oder drei Pfaden und erweitern Sie nach Beobachtung.
- ✓ Transaktion und Marketing vermischt. Wer Rechnungen über dieselbe Kampagnenlogik schickt, riskiert, dass eine Pause oder ein Segmentfehler wichtige Mails betrifft.
- ✓ Tarif nach dem Startpreis gewählt. Der Startpreis gilt für eine bestimmte Kontaktzahl. Rechnen Sie die Staffel für die Liste ein, die Sie in zwölf Monaten erwarten, und nicht nur für heute.
- ✓ Keine Ausschlussregeln. Ohne Regel, die bezahlte Kunden aus Trial-Journeys entfernt, entstehen Mails, die verwirren und Vertrauen kosten.
So wählen Sie aus
Gehen Sie in drei Schritten vor. Zuerst listen Sie die Ereignisse, die Ihr Produkt heute schon sendet, und die, die Sie in den nächsten sechs Monaten brauchen. Wenn ein Tool die wichtigsten davon nicht empfangen kann, scheidet es aus, egal wie gut die Vorlagen sind. Zweitens rechnen Sie den Preis für die Kontaktzahl, die Sie im nächsten Jahr erwarten, und fügen Sie die Kosten für Sender, Verbindungsdienste und gegebenenfalls zusätzliche Sitze hinzu. Drittens bauen Sie eine echte Onboarding-Journey mit drei bis fünf Mails in der Testphase des Tools nach. Die Erfahrung dabei sagt mehr als jeder Funktionsvergleich.
Für Early-Stage-SaaS mit einer kleinen Liste sind Drip und Brevo oft der günstigste Weg, Lifecycle-Mails sauber aufzusetzen. Customer.io lohnt sich, wenn die Journeys stark ereignisgetrieben sind und mehrere Kanäle umfassen. ActiveCampaign ist sinnvoll, wenn der Vertrieb an Trials beteiligt ist. HubSpot passt, wenn Marketing, Vertrieb und Support dieselbe Kontaktdatenbank nutzen sollen. Klaviyo empfiehlt sich, wenn das Produkt viele Nutzungsdaten erzeugt und diese als Profilattribute ausgewertet werden sollen. Mailchimp und Brevo eignen sich für einfache Serien, wenn das Team die Oberfläche schon kennt oder die Kosten im Vordergrund stehen.
Eine Empfehlung kann nur so gut sein wie die Annahmen dahinter. Die Preise in diesem Text beziehen sich auf die jeweiligen Preisseiten, abgerufen am 7. Oktober 2026. Vor einer Entscheidung sollten Sie die aktuelle Seite des Anbieters lesen, besonders bei Staffeln oberhalb der hier genannten Werte, bei Mehrsitz-Paketen und bei Tarifen, die nur auf Anfrage erhältlich sind.
Häufige Fragen
Was ist die beste E-Mail-Marketing-Automatisierung für ein SaaS mit Trial?
Für ein SaaS, dessen Trial-Nutzer nach Ereignissen im Produkt verschiedene Mails erhalten sollen, ist Customer.io die stärkste Wahl. Der Essentials-Tarif kostet 100 $ pro Monat bei monatlicher Abrechnung, und die Workflows reagieren direkt auf Ereignisse. Wer eine kleinere Liste hat und zuerst mit geringem Budget starten will, kann mit Drip beginnen, das für 39 $ pro Monat bis 2.500 Personen anbietet.
Wie viel kostet Customer.io bei 10.000 oder 20.000 Profilen?
Laut Preisseite kostet der Essentials-Tarif für 10.000 Profile 145 $ pro Monat und für 20.000 Profile 235 $ pro Monat, jeweils monatlich abgerechnet. Im Jahr entspricht das 1.740 $ beziehungsweise 2.820 $ (145 × 12 und 235 × 12). Ab 50.000 Profilen beginnt die Staffel bei 505 $ pro Monat.
Brauche ich einen separaten Dienst für Transaktionsmails?
Es ist nicht zwingend, aber empfehlenswert. Rechnungen, Passwort-Links und Login-Codes sollten zuverlässig ankommen, und dafür ist ein Dienst hilfreich, der nur solche Mails verschickt. Postmark bietet laut Preisseite einen kostenlosen Tarif mit 100 E-Mails pro Monat und einen Basic-Tarif ab 15 $ pro Monat für 10.000 E-Mails.
Wie werden Zahlungsereignisse in die Automatisierung übernommen?
Zahlungsanbieter wie Stripe oder Paddle senden Ereignisse wie erfolgreiche Zahlung, fehlgeschlagene Zahlung oder Kündigung. Diese Ereignisse werden per Webhook oder über eine Integration an die Automatisierungsplattform weitergeleitet. Dort können Flows auf sie reagieren, etwa mit einer Erinnerung zur Aktualisierung der Zahlungsdaten. Stripe berechnet im Standardtarif keine feste monatliche Grundgebühr, die Gebühren fallen pro Transaktion an. Paddle übernimmt als Merchant of Record Zahlung und Steuer und ist ebenfalls ohne monatliche Plattformgebühr angeboten.
Ist HubSpot Marketing Hub für kleine SaaS-Teams zu teuer?
Der Starter-Tarif kostet 7 $ pro Monat, der Professional-Tarif 800 $ pro Monat, und der Enterprise-Tarif 3.600 $ pro Monat. Die Preisseite weist die Pakete nach Sitzen aus, daher steigt der Endpreis mit der Teamgröße. Für ein kleines Team, das nur E-Mail-Automatisierung braucht, ist der Sprung zu Professional schwer zu rechtfertigen. Für ein Team, das Marketing, Vertrieb und Support in einem Kontaktmodell führen will, kann er sinnvoll sein.
Welche Automatisierung eignet sich, wenn das Budget sehr knapp ist?
Brevo bietet einen kostenlosen Tarif mit 300 Versänden pro Tag und Speicher für bis zu 100.000 Kontakte. Mailchimp hat einen kostenlosen Tarif für bis zu 250 Kontakte und 500 Versände im Monat. Beide eignen sich für einfache Lifecycle-Mails. Die Verhaltenslogik ist jedoch flacher als bei den Event-Spezialisten, und das Versandlimit im Gratistarif von Brevo kann bei größeren Kampagnen zum Engpass werden.
Wie messe ich, ob die Automatisierung dem Umsatz hilft?
Verbinden Sie die Journeys mit Konversionsereignissen wie Aktivierung, Upgrade oder Zahlungseingang und werten Sie aus, wie viele Empfänger einer Journey diese Ereignisse erreichen, verglichen mit einer Kontrollgruppe ohne Journey. Öffnungs- und Klickraten sagen nur, ob Mails gelesen wurden. Ob der Lebenszyklus vorankommt, zeigen erst die Konversionen.